Saison 2018 kann beginnen

Während der Horst noch unbesetzt ist, schmilzt in den Straßengräben gerade der letzte Schnee. Im Dezember und Januar hatte der Horst nachts manchmal Besuch von einem einzelnen Storch. Ob es sich dabei um unser Männchen gehandelt haben könnte, welches evtl. in der Gegend überwintert hat, ist nicht ganz klar. Vielleicht lassen wir die Kamera im nächsten Winter doch mal draußen um das aufzuklären.

Jedenfalls ist Kamera und WLAN Antenne wieder installiert und sogar die Software machte dieses Jahr erstaunlich wenig Probleme. Erstmals reichte es den Streaming-Server einfach wieder einzustecken und schon funktionierte alles.

Ein paar Zahlen zum livestream 2017

Die Installation des zusätzlichen WLan Access Points hat sich ausgezahlt, die Verbindung zur Kamera war 2017 deutlich stabiler als in den Jahren zuvor. Die dadurch geschaffene Bandbreite wurde in den YouTube LiveStream investiert, der durch euch sehr gut angenommen wurde.

Hier ein paar Zahlen:

  • Es gab etwas über 5000 Aufrufe
  • Insgesamt 21.800 Minuten wurde der Live Stream betrachtet (entspricht etwa 15 Tagen und 4 Stunden)
  • Die durchschnittliche Wiedergabedauer war etwa 4 Minuten
  • 95% der Aufrufe kommen von PCs, 5% von Smartphones und Tablets
  • Zeitraffer – Die Saison 2017 in 90 Sekunden

    Das Nest ist inzwischen die meiste Zeit unbesetzt, nur noch abends kommen alle fünf Störche zum Horst zurück. Um die Webcam nicht unnötig lange der sengenden Hitze auszusetzen habe ich diese deshalb abmontiert. Zum Abschluss gibt es hier noch eine Zeitraffer, welche die gesamte Saison 2017 in nur 90 Sekunden Revue passieren lässt. Nicht nur die Jungstörche verändern sich ständig, auch der Horst sowie Wälder und Felder im Hintergrund unterliegen einem ständigen Wandel. Um alle Details auszumachen muss man das Video eigentlich mehrmals ansehen.

    Clear for takeoff

    Seit genau einer Woche fliegt der Nachwuchs fleißig durch die Gegend. Dass man dabei immer gegen den Wind startet und landet weiß man als Storch einfach oder das Verhalten wurde von den Eltern kopiert. Die Wunde am Rücken des einen Storchs scheint gut verheilt zu sein, jedenfalls sieht man jetzt davon nichts mehr und es hindert ihn auch nicht beim Fliegen.

    Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und das Archiv nach den beiden allerersten Starts und Landungen durchsucht. Man beachte die Reaktion der beiden anderen, als der erste abhebt. 😀

    Mama als Regenschrim und Termin zum Beringen

    Im heutigen Dauerregen konnte ich heute das erste mal beobachten, dass die Jungstörche ihre Eltern nicht nur als mobilen Schatten, sondern durchaus auch als Regenschirm verwenden. Abgesehen von dem aktuell etwas nassen Gefieder geht es den drei Nachwuchsstörchen wunderbar, dem kritischen Alter sollten sie inzwischen eigentlich auch schon entwachsen sein. Die Brutpaare in der Nachbarschaft hatten dieses Jahr nicht alle so viel Glück. In Meinheim und Gunzenhausen sind die Jungstörche alle eingegangen.

    Der Termin für das Beringen kann inzwischen auch vorgemerkt werden. Am Freitag den 09.06 gegen 20:00 Uhr geht es los.